Preiselastizität
Was ist Preiselastizität?
Die Preiselastizität der Nachfrage misst, wie stark sich die abgesetzte Menge eines Produkts ändert, wenn sich sein Preis ändert. Berechnet wird sie als prozentuale Nachfrageänderung geteilt durch die prozentuale Preisänderung: Elastische Produkte (Elastizität dem Betrag nach über 1) verlieren bei Preiserhöhungen deutlich an Volumen, unelastische Produkte verkaufen sich weiter.
Im E-Commerce wird die Elastizität aus historischen Absatzdaten zu verschiedenen Preispunkten geschätzt – idealerweise bereinigt um Wettbewerbspreise, Aktionen und Saisonalität, die über Marktbeobachtung erfasst werden. Wer die Elastizität je Produkt oder Kategorie kennt, weiß, wo eine Preiserhöhung nahezu geschenkte Marge ist und wo sie das Volumen einbrechen ließe.
Elastizitätsschätzungen sind eine zentrale Eingangsgröße für Preisoptimierungsmodelle. Sie erklären auch, warum pauschale Preisänderungen über das gesamte Sortiment fast immer Geld liegen lassen.
Verwandte Begriffe
- PreisoptimierungMit Daten und Modellen den Preis finden, der ein Geschäftsziel wie Gewinn oder Absatz am besten erfüllt.
- Dynamische PreisgestaltungEine E-Commerce-Strategie, bei der Produktpreise laufend in Echtzeit angepasst werden.
- PreispositionierungWo ein Händler oder eine Marke die eigenen Preise bewusst gegenüber dem Wettbewerb ansiedelt.