Preispositionierung
Was ist Preispositionierung?
Preispositionierung ist die bewusste Ansiedlung der eigenen Preise gegenüber dem Wettbewerb – Premium, marktüblich oder Discount – als Teil der Markenstrategie. Sie bestimmt nicht nur, wie teuer ein Anbieter tatsächlich ist, sondern wie teuer er bei genau den Produkten wahrgenommen wird, die Kunden wirklich vergleichen.
In der Praxis wird die Positionierung mit überwachten Wettbewerbsdaten gesteuert: Händler identifizieren Eckartikel – jene Produkte, deren Preise Kunden im Kopf haben –, positionieren sich dort aggressiv und holen die Marge bei weniger preissensiblen Long-Tail-Artikeln zurück. Ein Preisindex je Kategorie macht die Position messbar statt anekdotisch.
Konsistenz ist deshalb entscheidend, weil Kunden ihre Preiswahrnehmung aus einem kleinen Warenkorb vertrauter Produkte bilden: Ein Händler kann insgesamt günstiger sein und trotzdem als teuer gelten, wenn er genau bei diesen Artikeln verliert.
Verwandte Begriffe
- PreisindexEine einzelne Kennzahl dafür, wie die eigenen Preise im Vergleich zu einem Wettbewerber oder zum Gesamtmarkt liegen.
- Price IntelligenceRohe Wettbewerbspreisdaten in Entscheidungen über Positionierung, Aktionen und Marge übersetzen.
- PreiselastizitätEin Maß dafür, wie stark sich die Nachfrage nach einem Produkt ändert, wenn sich sein Preis ändert.