Regelbasierte Preisgestaltung
Was ist regelbasierte Preisgestaltung?
Regelbasierte Preisgestaltung ist Preisautomatisierung auf Basis ausdrücklicher, von Menschen definierter Wenn-dann-Regeln – etwa „ziehe mit dem günstigsten Wettbewerber unter A, B und C gleich", „bleibe 5 % unter dem Marktmedian" oder „preise nie unter Kosten plus 10 %". Jede Regel greift auf Live-Marktdaten und auf Leitplanken zu, die das Pricing-Team gesetzt hat.
Regelbasierte Systeme sind transparent und vorhersehbar. Das macht sie zum üblichen Einstieg für Händler, die Preisautomatisierung einführen: Jede Preisänderung lässt sich auf eine konkrete Regel zurückführen. Ihre Grenze ist, dass Regeln nicht lernen – sie können nicht entdecken, dass ein Produkt eine höhere Marge verträgt, sondern nur durchsetzen, was ein Mensch bereits entschieden hat.
Viele Teams fahren deshalb hybrid: Regeln definieren die harten Leitplanken (Mindestmarge, MAP-Konformität), während eine KI- oder Optimierungsschicht Preise innerhalb dieser Grenzen vorschlägt.
Verwandte Begriffe
- RepricingDas automatische Anpassen von Produktpreisen auf Marktereignisse, meist über Regeln oder Algorithmen.
- Dynamische PreisgestaltungEine E-Commerce-Strategie, bei der Produktpreise laufend in Echtzeit angepasst werden.
- PreisoptimierungMit Daten und Modellen den Preis finden, der ein Geschäftsziel wie Gewinn oder Absatz am besten erfüllt.